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Kammerhof Museen Gmunden

Kammerhof Museen
Gmunden

Das in Gemeindebesitz befindliche historische Kammerhofmuseum in Gmunden wurde für die Landesausstellung 2008 umfassend renoviert. In enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt erfolgte der Umbau sämtlicher Geschosse entsprechend den aktuellen Anforderungen an ein modernes Museum.

Bauherr: Stadt Gmunden
Fläche: 1635 m²
Zeitraum: 2008 – 2009

Das Gebäude wird see- und stadtseitig über zwei Eingänge erschlossen. Die Anbindung der Spitalskirche an das Museum erfolgte durch ein neues Stiegenhaus. Aufgrund nicht zeitgemäßer Brandschutzanforderungen wurden zwei getrennte Fluchtwege geschaffen. Ein behindertengerechter Lift in der Hauptmauer zwischen den Gebäudetrakten ermöglicht die barrierefreie Erschließung der versetzten Geschossebenen. Im Erdgeschoss sind Museumsempfang mit Kassa, Garderobe, Shop, Windfang, WC-Anlagen sowie ein Café untergebracht. Dem Café ist eine Außenterrasse zugeordnet, die durch eine Vitrinenrückwand zur Tordurchfahrt und zur Brücke hin räumlich gefasst und abgeschirmt wird.

Die Vitrinenwand fungiert als architektonisches Signal im Stadtraum: Als präzise gesetztes, transparentes Element adressiert sie den Bewegungskorridor von Fahrzeugen, Fußgängern und Radfahrern gleichermaßen und verstärkt die Sichtbarkeit sowie die urbane Präsenz des Museums im öffentlichen Raum. Im Dachgeschoss wurde ein bestehender Lagerraum rückseitig der Galerie durch Anheben des Daches um etwa 1,50 Meter zu einem zusätzlichen Ausstellungsraum umgebaut. In den Museumsräumen wurde besonderer Wert auf natürliches Licht und Offenheit gelegt, sodass ein zeitgemäßes Museum entstand, das mit dem Charakter des denkmalgeschützten Gebäudes in Einklang steht.